Mittwoch, 03.04.24

Als wir heute früh die Küche betreten, ist es noch ganz ruhig in der Wurfkiste – und davor auch. Dort liegt nämlich zusammengerollt die kleine Lupa und schläft. Die fängt schon früh an mit der hovawarttypischen Selbständigkeit…

Lupa und Limba

Den Tag über haben die Lauser nun schon längere Wachphasen, in denen sie sich, ihre Geschwister und das Umfeld genauer kennenlernen. Man steigt auf andere Welpen drauf, rangelt mit ihnen und dabei zofft es jetzt auch immer öfters. Doch keine Angst, das ist total normal, denn die Kleinen loten erste Grenzen und Regeln aus. Und Geschwister zeigen ganz deutlich, was ihnen gefällt und was in Ordnung ist und wo Grenzen überschritten werden.

Nachmittags kommt mir plötzlich Lulu im Flur entgegen. Sie hat es geschaftt, durch die Gittertüre zu klettern, die ich momentan immer noch offen habe, damit Omi Fianna auch problemlos zu den Welpen kann und gar nicht auf die Idee kommt, über die Gitter zu springen. Aber nun muss diese Türe doch geschlossen bleiben.

Donnerstag, 4.4.24

Gestern Abend haben Alexandra und ich die nächsten Tage geplant. Bei dem Blick in den Kalender mit all den angekündigten Besuchen in den nächsten Tagen, entscheiden wir uns dazu, das heutige größere Zeitfenster zu nutzen und den Garten für die Welpen zu richten.

Mit Unterstützung von Alexandras Mama Angela wird der Garten welpensicher eingezäunt, Blumentröge in Sicherheit gebracht, Voggelfutterhäuschen umgesetzt und die Terassen geschrubbt und gewienert. Im Haus wird der Transit aufgebaut, der den Welpen den Weg von der Wohnküche auf die Terasse ermöglicht, ohne dass diese unser ganzes Wohn- und Esszimmer in Beschlag nehmen.

Eigentlich war die Planung, die Welpen dann nach dem Wochenende an den Garten zu gewöhnen, denn dann sind sie vier Wochen alt.
Doch der Wetterbericht sagt solch ein tolles Wetter für die nächsten Tage voraus, dass es sich einfach anbietet, dieses Mal schon früher mit dem Freigang zu beginnen.

Die Milchbar fügt einen neuen Standort zur Liste hinzu

Also legen wir Hedda in den Garten und tragen die Welpen zu ihr, damit sie einen Powerdrink im Freien zu sich nehmen können. Und dann sind sie ja schon alle draußen und schauen sich die neue große weite Welt ganz unterschiedlich an. Einige sitzen nur da, andere mautzen vor sich hin, wieder andere wollen schnell wieder rein in die gute bekannte Stube – und Lenz und Loisl stapfen los und schauen sich schon mal den vorderen Teil vom Garten an.

Nach einer halben Stunde sind alle sichtlich KO und finden sich zu einem geschwisterlichen Tiefschlaf im Hundebett in der Terrassenecke zusammen. Danach werden sie zurück in ihren bekannten Welpenbereich in die Küche gebracht, wo sie all das neu erlebte verarbeiten können.

Limba auf alleiniger Erkundungstour

Wir sitzen danach noch gemütlich auf der Terrasse und trinken Kaffee, als wir plötzlich leises Getrappel im Transit hören. Und da steht doch glatt die vorwitzige Limba im Transit und lugt um die Ecke. Mit der nötigen Motivationshilfe von Alexandra kommt sie selbstständig auf die Terasse heraus. Chapeau!

Als Belohnung für den meisterhaft geschafften Tag gibt es zum Abendessen das erste Mal Brei aus Trockenfutter. Das schaufeln die Kleinen mit Begeisterung in sich hinein und danach ist der ereignisreiche Tag gelaufen und alle Zehn fallen in den verdienten Schlaf.

Freitag, 5.4.24

Der Vormittag ist besucherfrei und wir beginnen ganz gemütlich den Tag. Die Lauser sowie Hedda bekommen ihre Welpenmilch zum Frühstück und als es etwas wärmer wird und der Morgentau abgetrocknet ist, können die Kleinen gegen 11 Uhr in den Garten. 

Natürlich ist erst einmal etwas Aufregung, aber die legt sich schnell und die Lauser erkunden den Außenbereich. Sie finden bereits selbständig in ihr Hundebett und nehmen sich dort die Auszeiten, die sie brauchen.

Lani

Heute gibt es das erste Mal Fleischfütterung. Jeder der Zwerge bekommt ein rohes Rinderhackbällchen aus der Hand gefüttert. Hier schlägt der Instinkt ganz klar durch: obwohl es noch nie Fleisch gegeben hat, werden sie total aufgeregt, wenn sie den Geruch in die Nase bekommen. Und alle verspeisen begeistert das angebotene Fleisch.

Loisl

Als es gegen 17:30 Uhr etwas kühl draußen wird, verfrachten wir die Welpen ins Haus, lassen den Transit und die Terrassentüre aber offen. Und die Jungs wollen den gestrigen Alleingang von Limba nicht auf sich sitzen lassen und so stehen wenige Minuten später Loisl, Lenz und Luigi im Transit und marschieren dann wieder auf die Terrasse. Und im Schlepptau haben sie Lulu und Lupa.
Wir sind mächtig stolz auf unsere mutige und unerschrockene Bande. Deshalb bekommen die Fünf zur Belohnung eine Runde an der Milchbar ausgegeben.

Samstag, 6.4.24

Limba, Luggi

Jetzt geht es rund beim Bairischen Blues, die Besucher geben sich die Klinke in die Hand. Einer nach dem anderen spaziert durchs Gartentor herein und bewundert die kleine Rasselbande. Dabei stellt jeder fest, was für einen großen Sprung die Zehn schon wieder gemacht haben. Sie sind agiler, mutiger und auch frecher geworden – was uns teilweise gar nicht mehr auffällt.

Mittlerweile müssen wir in 2 Ringen zufüttern, da es an einem mit 10 dicken Bäuchlein zu eng wird.
Zu jedem Füttern wird mit dem seit dem A-Wurf bekannten „Matze, Matze“ gerufen und schon nach wenigen Tagen reagieren die Zwerge darauf. Selbst wenn sie sich gerade im Tiefschlaf befinden, sind sie auf einen Schlag wach und laufen laut in die Richtung, aus der der Futterruf kommt.

Sonntag, 7.4.24

Heute früh hat Hedda wieder ins Haus gekackt, obwohl wir bereits alle wach und aufgestanden sind. Da gibt es erst einnmal einen Anschiss von Frauchen und danach geht es mit beiden Hunden auf die Morgenrunde.
Alexandra kümmert sich derweil um die Wiederherstellung des ordnungsgemäßen Welpenbereichs. Denn mittlwerweile setzen die Lauser ganz schön große Haufen in der Nacht in die Küche und pieseln können sie auch schon wie die Weltmeister.

Und oh weh, ich habe Hedda unrecht getan. Sie hat Durchfall, und zwar ziemlich flott und ziemlich dünn. Also wird sie erst einmal auf Schmalkost gesetzt, um den Darm zu beruhigen und die Welpen dürfen erstmal nicht mehr bei Mama trinken. Das ist der Plan, aber die Umsetzung ist ziemlich schwierig und fast unmöglich. Hedda nutzt jede Möglichkeit, um zu ihren Kindern zu kommen und ihnen schnell mal einige Schluck aus der Milchbar anzubieten.

Zur Entlastung von Hedda füttern wir die Welpen ab heute 3 x täglich. Zweimal gibt es Welpenmilch und einmal Trockenfutter. Die Kleinen sind von allem begeistert und schaufeln das Fressen in einem Höllentempo in sich hinein, So soll es sein!

Lenz

Bei den hohen Temperaturen am heutigen Tag verbringen die Lauser den Tag im Schatten auf der Terrasse. Unsere Versuche, sie im Hundebett oder auf der Hundedecke zu halten, sind nicht von Erfolg gekrönt. Zehnmal pflücken wir sie von den kühlen Fliesen herunter und elfmal liegen sie wieder auf Stein. Der beliebteste Platz ist unter dem Hundebett, da kühlen von unten die Fliesen und von oben kühlt die Unterseite des Hundebetts.
Wir kapitulieren irgendwann und lassen den Zwergen ihren Willen – sie werden hoffentlich schon selbst wissen, was ihnen gut tut.

Montag, 8.4.24

Die Nacht war anstrengend für mich: Hedda musste im Stundentakt in den Garten, um sich zu entleeren. Wir sind beide ziemlich müde am Morgen. Doch ansonsten geht es Hedda gut, wenn sie dürfte, würde sie kiloweise Futter in sich reinschaufeln und den ganzen Tag ihre Kinder versorgen. Doch wir versuchen auch heute, Heddas Milchangebot bei Ihren Kindern zu kontrollieren, damit der Durchfall nicht auf die Kleinen überspringt.

Limba, Lupa, Luggi

Die Lauser sind heute wieder den ganzen Tag im Freien. Ihr Radius erweitert sich immer weiter und sie erkunden selbständig Teile des Gartens, versuchen ins Gewächshaus zu kommen und besteigen die ersten Geräte, die im Garten aufgebaut sind.
Ihre Fortbewegung wird immer schneller und wir sehen schon einige der Lauser durch den Garten rennen.

Wohlfühlfaktor 1000

Als wir sie abends ins Haus holen, sind sie total erledigt von den ganzen Eindrücken und der frischen Luft.

Bei Fiannas fluffigem Hundebett, ihrer Wolke, haben wir heute den Bezug gewaschen und das Bett zum restlichen Trocknen in den Transit gestellt. Und so schnell können wir nicht schauen, wie die Welpen zurück ins Haus kommen und die Wolke in Beschlag nehmen. Arme Fianna, so schnell wird man enteignet.

Dienstag, 9.4.24

Heute muss ich nach 2 Wochen Osterurlaub wieder arbeiten. Also ist die Nacht um 5 Uhr morgens zu Ende.
Als wir in die Küche kommen, sind verhältnismäßig wenig Häufchen zu finden. Die Kleinen schlafen noch halber. Also schnell in den dunklen Garten mit ihnen, wo sie auch brav ihr Geschäft verrichten. In der Zeit wird die Küche geputzt, und danach die Welpen gewogen und gefüttert und Fianna und Hedda auf ihre Morgenrunde ausgeführt.

Lenz

Sobald es hell ist, entlässt Alexandra die Lauser dann wieder in den Garten.

Da es heute kühler ist, sind die Kleinen viel aktiver, laufen mehr herum und erweitern ihren Radius deutlich.
Das Spielzeug im Welpenauslauf tragen sie jetzt schon vereinzelt einige Meter weit und schütteln es auch.

Die Kleinen erkennen und unterscheiden bestimmte Geräusche schon genau: Die Kaffeemaschine ist zwar laut, aber für sie uninteressant und langweilig. Da kann man entspannt weiterschlafen.
Der Pürierstab allerdings ist super interessant und alle Zehn finden sich in der Küche ein, da sie wissen, dass es dann auch gleich Futter für sie gibt. Es sind schon clevere Kerlchen.