Eine Prüfung Ende November in Bayern ist immer ein gewisses Risiko, besonders wenn man an Schnee denkt. Ich war jedoch froh, dass der Termin so spät ist, da ich die Hoffnung hatte, mit Hedda die IGP2 zu absolvieren. In den Wochen zuvor habe ich intensiv trainiert, und insbesondere im Schutzdienst haben wir ziemlich viel gearbeitet, um die Lücken zu schließen. 

Leider hat es nicht ganz gereicht. Wir haben zu lange im Hundesport pausiert und ich wollte Hedda nicht unter Wert verkaufen. Nicht nur im Schutzdienst, sondern auch in der Unterordnung haben wir noch Baustellen. Trotzdem habe ich mich entschieden, in der  FPr2 und in der UPr2 zu starten.

Hedda und Heike bei der FPr2

Die Fährte beginnt mit einem Schreckmoment: nach etwa 10 Metern geht Hedda weit rechts raus und kreiselt. Gottlob findet sie sich dann doch noch wieder ein und sucht danach gewohnt souverän und gut. Der erste Gegenstand wird ganz neu im Sitz verwiesen. Die anderen zwei Gegenstände verweist sie leicht schräg aber schnell. Insgesamt wird die Fährtenarbeit mit 86 Punkte belohnt.

In der Unterordnung zeigt Hedda dann, was sie kann. Das Fußgehen ist super, die technischen Übungen werden mit starker Führerhilfe, aber dennoch präzise ausgeführt. Besonders stolz bin ich auf das Apportieren, das sie ganz toll macht. Auch beim Voraus zeigt sie eine beeindruckende Entwicklung: Sie löst sich schnell und druckvoll und läuft temporeich raus. Das Kommando „Platz“ nimmt sie sofort an, legt sich jedoch nicht vollständig hin, sondern verharrt in Lauerstellung. Das erfordert ein Doppelkommando und kostet uns wertvolle Punkte.

Die Ablage, die uns in den letzten Wochen etwas Sorgen bereitet hatte, ist hingegen top und bringt die  volle Punktzahl.
Alles in allem wird die Unterordnung mit 86 Punkten bewertet.

Außer Fianna treten noch drei weitere Hunde vom Bairischen Blues zur IBGH1 auf der Prüfung an:

  • Annemarie und Halina zeigen eine schöne Unterordnung, die mit 92 Punkten bewertet wird.
  • Claudia und Jasna haben beide mit der Prüfungsaufregung zu kämpfen, doch zeigen sie eine schöne Unterordnung, die mit 86 Punkten belohnt wird.
  • Leider war es nicht Michaela und Joschis Tag, das war schon beim Hereinkommen zu spüren. Joschi ist ziemlich von der Rolle und kann heute nicht zeigen, was in ihm steckt, sie erkämpfen sich aber doch noch 75 Punkte. Auch das gehört zu Prüfungen dazu – das nächste Mal wird es sicher besser klappen.
Halina und Annemarie
Jasna und Claudia
Joschi und Michaela
Gamba und Claudia

Obwohl Gamba schon in Hundesportrente gegangen ist, darf sie heute als Mitführhund mit Frauchen Claudia zeigen, dass sie die IBGH-Prüfung noch gut parat hat. Es ist immer wieder schön zu sehen, dass unsere Hunde auch noch im Seniorenalter nicht zum alten Eisen gehören.

Danke an Gerda, die Fianna die Fährte gelegt hat und an die Richterin Sonja von Aschen, die überaus fair richtet und alle Leistungen der Hunde ausführlich bespricht. 

Jetzt gehen wir in die wohlverdiente Winterpause und dann schauen wir mal, was das Hundesportjahr 2026 für uns bringt.