
Die letzten zwei Winter kam immer etwas dazwischen, und unser fast schon traditionelles Schneetreffen im Engadin musste ausfallen. Diesen Januar hat uns dann auch noch eine defekte Heizung den geplanten Kurzurlaub verpatzt – aber wir peilten direkt einen neuen Termin im März an.
Bei unserer Ankunft am Freitag liegt noch Schnee, wenn auch nicht mehr üppig. Die Südhänge sind bereits vollständig grün, doch in schattigen Bereichen und an den Nordhängen hält sich die weiße Pracht.


Am Morgen zeigt das Thermometer noch ein paar Grad unter Null, der Schnee ist schön fest, und unsere Mädels können nach Herzenslust toben, ohne einzusinken. Am Nachmittag dagegen, wenn die Temperaturen über Null klettern und die Sonne lacht, wird der Schnee sulzig. Für Hakuna, Hedda und Limba ist das Rennen durch den weichen, tieferen Schnee ein prima Fitnesstraining. Bei Fianna hingegen müssen wir höllisch aufpassen, dass sie nicht stecken bleibt.
Für die Nacht von Samstag auf Sonntag ist Neuschnee angekündigt. Bis Samstagabend fallen jedoch nur wenige Zentimeter – die Enttäuschung ist klein, aber spürbar. Umso größer dann die Freude am Sonntagmorgen beim Aufwachen: Schnee, Schnee, Schnee, soweit das Auge reicht!


Beinahe 30 Zentimeter pudriger, luftiger Neuschnee hat uns die Nacht beschert, und wir genießen am Sonntag jeden einzelnen Schritt durch die Winterlandschaft. Vor allem Fianna macht uns sprachlos: Mit großer Leidenschaft stapft sie durch den Tiefschnee, lässt sich immer wieder in die weiße Decke fallen, um sich genüsslich zu wälzen, und hopst und blödelt um uns herum. Am Nachmittag sind wir über anderthalb Stunden unterwegs; die erste Hälfte führt nur über unberührte Wege im Wald. Wir können uns an der Lebensfreude der Hunde gar nicht sattsehen – sie steckt uns vollständig an.
Meine drei Mädels wollen daheim nur noch eines: schlafen. Und in ihren Träumen rennen die Pfoten noch viele Male die Schneeberge rauf und runter.



